Ramadan vorbei – Der Ball rollt wieder
Buenzi und die anderen Quartiere, aus denen unsere Spielerinnen kommen, sind islamisch geprägt. Von den Minaretten der Moscheen verkündet der Muezim die Gebetszeiten. Muhira konnte auch deshalb in den letzten zwei Jahren zu einem Erfolgsprojekt in Burundi werden, weil es sich nach dem Rythmus der Menschen richtet.
Der Ramadan ist die Fastenzeit der Muslime. Zwischen Morgendämmerung und Sonnenuntergang essen strenggläubige Muslime in dieser Zeit nichts. Der Ramadan soll eine Zeit der äußeren und inneren Umkehr und Selbstbesinnung sein. Der Mensch befindet sich auf einer Pilgerschaft und soll sich von dem Lösen, von was er scheinbar abhängig ist.
Der Ramadan ist der 9. Monat im islamischen Mondkalender und verschiebt sich so von Jahr zu Jahr um ca. 10 Tage. Auf einen langen Zeitraum betrachtet trifft der Ramadan auf ganz unterschiedliche Jahreszeiten.
Die Mädchen und jungen Frauen, die in unseren Teams spielen, stammen meist aus Islamischen Familien. Sie leben nach den Regeln des Islam und Fasten während des Ramadan. In dieser Zeit Fußball zu spielen, würde aus der Sicht vieler nicht mit dem Fastengebot vereinbar sein. Dazu kommt ein praktischer Grund: Fußballspielen kann man auch nur schwer, wenn man seit vielen Tagen fastet. Denn Fußballspielen macht hungrig.
Deshalb finden im Ramadan keine Spiele von Muhira statt. Um so mehr freuen sich alle, wenn der Spielbetrieb nach dem Ende der Fastenzeit wieder beginnen kann. Auch dieses Jahr haben unsere Mädchen „ Laidi“, den letzen Tag des Ramadan, mit ihren Familien gefeiert. Jetzt heißt es wieder mit voller Energie ran an den Ball! Wir freuen uns auf eine neue Saison!.